Temporärarbeit mit iPersonal

Temporärarbeit: Vorteile und Nachteile

Wie wichtig ist Temporärarbeit?

Funktion

Knapp ein Drittel (31%) der Temporärarbeitenden sind als Hilfskräfteim Einsatz. Etwas mehr als zwei Drittel verrichten Fachaufgaben imhandwerklichen, technischen, administrativen oder dienstleistungsbezogenenBereich. 


Nur 2% ßben akademische oder fßhrende Berufeaus.Temporär arbeitende Frauen sind häufiger mit Hilfsaufgaben betraut(37%) als Männer (27%). 


Zudem werden Frauen in Fachfunktionenhäufiger im Bereich Administration und Dienstleistung eingesetzt,während männliche Fachkräfte häufiger handwerklich oder technischarbeiten.In Industriebranchen werden Temporärarbeitende besonders häufigfßr Hilfsaufgaben eingesetzt (35%), im Baugewerbe ist der Hilfsarbeiteranteildagegen unterdurchschnittlich (22%). 

Seit den letzten swissstaffing-Umfragen aus den Jahren 2006 und2010 ist der Hilfsarbeiteranteil zugunsten des Fachkräfteanteilsdeutlich gesunken. Diese Verschiebung dßrfte Ausdruck des generellenTrends in Richtung hÜher qualifizierter Arbeit sein. Sie zeigt, dassPersonaldienstleister mit diesem Trend Schritt halten, auch wenn sieproportional deutlich mehr Hilfsarbeitende beschäftigen als der Restder Wirtschaft.

Branchen

Die Temporärarbeit verteilt sich auf alle Sektoren und auf zahlreicheBranchen. Knapp 40% der Temporärarbeitenden – das entsprichtüber 32‘000 Vollzeitäquivalenten – sind im Dienstleistungssektorbeschäftigt. Davon verteilt sich die Mehrheit auf das Gastgewerbeund ­Tourismus (8%), Transport und Lagerung (6%), Detailhandel (5%)sowie Gesundheit und Soziales (3%). Gut ein Drittel arbeitet in der­Industrie; die meisten davon in der Maschinen-/Elektroindustrie(10%) oder chemischen Industrie (7%), in der Nahrungsmittelherstellung(6%) sowie in der Metallindustrie (3%). Ein Viertel derTemporär­arbeitenden wird im Bauhaupt- (12%) und Baunebengewerbe(12%) eingesetzt

An allen Beschäftigten beträgt der in Vollzeitäquivalenten gerechneteAnteil der Temporärarbeitenden 2,1%. Deutlich ßberdurchschnittlichist deren Anteil mit 6,5% im Baugewerbe, ßberdurchschnittlich istihr Anteil mit 6% in der Industrie. Im Dienstleistungssektor arbeiten1,5% der Beschäftigten temporär. Einzelne Branchen setzen Tem-porärarbeit häufig ein, sodass der Anteil Temporärarbeitender hierhÜher liegt. Dies gilt insbesondere fßr das Bauhauptgewerbe (11%),die Nahrungsmittelherstellung (10%), die chemische Industrie (10%),den Fahrzeugbau (8,5%) sowie die Maschinen- und Elektroindustrie(8%). In diesen Branchen ist die Temporärarbeit offensichtlich nichtmehr wegzudenken. Sie leistet dort einen vitalen Beitrag an die Bran-chen-Produktion.

Ausbildung

Gut die Hälfte (53%) der Temporärarbeitenden verfßgt ßber einenLehrabschluss. Ein Sechstel (17%) hat nur die obligatorische Schulzeitabsolviert oder verfßgt ßber keine Schulbildung. 7% der Temporärarbeitendenverfßgen ßber die (Berufs-)Matur und 12% ßber eineHochschulausbildung. 

Erwerbstätige mit Berufslehrabschluss sind unter den Temporärarbeitendenim Vergleich zu allen Erwerbstätigen ßbervertreten.Dies gilt auch fßr Erwerbstätige ohne Berufsausbildung und hängtmit den Jobprofilen zusammen, die Personaldienstleister anbieten.Ihr Jobportfolio umfasst praktisch ausschliesslich Fach- und Hilfsfunktionen,aber kaum akademische oder Kaderpositionen (vgl.Seite 5). Dennoch verfßgen 12% der Temporärarbeitenden ßber einenHochschulabschluss. Dies kÜnnte ein Zeichen dafßr sein, dass einigeHochschulabsolventen ßber die Temporärarbeit in die Arbeitswelteinsteigen oder nach dem Bachelor-Abschluss ihr Master-Studiummit Hilfe von Temporärarbeit finanzieren.
Das Ausbildungsniveau der Temporärarbeitenden hat sich in denvergangenen zehn Jahren kontinuierlich erhöht. Dabei ist sowohlder Anteil der Hochschulabsolventen als auch der Anteil der Personenmit abgeschlossener Berufslehre gestiegen. Der Grund für diesesteigende Qualifizierung: Seit 2006 hat insbesondere der Anteil dertemporären Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufslehre starkzugenommen. Der Anteil der Temporärarbeitenden ohne Berufsausbildungist in diesem Zeitraum um 6 Prozentpunkte gefallen. Obwohldie Temporär­arbeitenden zunehmend besser ausgebildet sind, habensich die Tätigkeitsprofile der zu besetzenden Stellen noch nicht imgleichen Umfang verändert. Im Jahr 2006 übten 47% der Temporärbeschäftigteneine Hilfsarbeitertätigkeit aus, obschon nur 23% keineBerufsausbildung abgeschlossen hatten. Damit wurde mehr als dieHälfte der Hilfsarbeiterjobs von Arbeitnehmern mit Berufsausbildungausgeführt. Diese Lücke schliesst sich zunehmend. So hatten imJahr 2014 17% der Temporärarbeitenden keine Berufsausbildung undder Anteil der Hilfsarbeitsstellen lag nur noch bei 31%. Entsprechendwurden nur noch gut 45% der Hilfsjobs von Temporärarbeitenden mitBerufsabschluss verrichtet. Diese Zahlen zeigen, dass der Anteil jener,die trotz einer Berufsqualifikation eine ungelernte Tätigkeit ausüben,deutlich gesunken ist – von 24% auf 14%.